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20. September 2006
Review: Siedler 2: Die nächste Generation TestSiedeln nach alter Schule TestDie Neuauflage des beliebten Originals von 1996, welche diesmal in einer Kooperation von Blue Byte und Funatics Software entstand, begeistert sowohl Neueinsteiger jeden Alters, als auch Siedlerfans wie mich, die nun seit zehn Jahren auf dieses Spiel gewartet haben ohne es zu wissen. Trotz fast schon kleinkindgerechter Menü- und Spielführung und teilweise vom Spiel absolut autark ausgeführten Aufgaben, welche den Spieler zeitweise zum reinen Beobachter machen, wird es erstaunlicherweise nicht zu schnell langweilig. Im gewohnten Spielprinzip und mit einer neuen, putzigen 3D-Optik, macht es irren Spaß den Siedlern bei Ihrem fleißigen Werkeln zuzuschauen. Ob man die Kampagne (Missionen) oder ein freies Spiel gegen den Computer oder im Mehrspielermodus gegen reale Gegner im Netzwerk spielt, bereits nach kürzester Zeit hat man die Möglichkeit seine z.B. nur durch den Bau einer Straße angestoßene Siedlerdynamik zu genießen. Diese entwickelt sich nach einigen weiteren Spielzügen zu einem bunten ‚Ameisenhaufen’ von Trägern, Förstern, Jägern, Erkundern, Geologen etc., die alle ihrer zugedachten Bestimmung nachgehen (auf die der Spieler leider keinen Einfluss hat), vorausgesetzt der Spieler trifft die richtigen Entscheidungen, was zumindest in den Anfangsmissionen nicht weiter schwierig ist, wenn man älter als drei Jahre und einigermaßen bei Verstand ist. Jedoch sowohl im Laufe der Kampagne, als auch im Spiel gegen den Computer bedarf es dann doch einiger wirtschaftlicher Versiertheit, um bestimmte, für den Erfolg einer Mission unerlässliche Verarbeitungs- und Produktionsketten anzustoßen und zu bewahren. Die ausreichende Produktion von Gütern aller Art, auch für den Kriegseinsatz, bestimmt meist über den Ausgang des Spiels. |